Jahreslosung 2009

Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott

Der Vers entstammt der Begegnung zwischen einem reichen Jüngling und Jesus Christus. Der junge Mann hat sein Leben lang alle Gebote gehalten. Doch innerlich ist ihm irgendwo klar, dass das allein nicht der Weg sein kann, um zu Gott zu kommen. Er fragt Jesus daher:
„Alles dies habe ich befolgt. Was fehlt mir noch?“ (Matthäus 19,20)
Es bewahrheitet sich immer wieder: Der Mensch, der noch keinen Frieden mit Gott geschlossen hat, spürt dieses Defizit in seiner Seele. Zudem war der junge Mann auch noch sehr reich. Man könnte fast sagen, die Idealvorstellung dieser unserer Welt: Vermögend sein und dabei auch noch die Gesetze achten, ein moralisch hoch stehendes Mitglied der Gemeinschaft sein und auch viel Besitz haben. In unserer heutigen Zeit hätte dieser Mann ganz bestimmt viele Bewunderer und Nachahmer gehabt. Aber all diese Dinge machen den Mann nicht glücklich. Er fragt Jesus ganz gezielt, was ihm noch fehlt. Dieser antwortet nicht gerade im Sinne des jungen Mannes:„Als aber Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch: Verkaufe alles, was du hast, und verteile den Erlös an die Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben, und komm, folge mir nach!“ (Lukas 18,22)
Das macht den jungen Mann traurig, denn von seinem Besitz möchte er sich nicht trennen. Dabei liegt die Betonung in Jesu Worten gar nicht so sehr auf dem „Verkaufe deinen Besitz“, sondern vielmehr auf dem „Komm, folge mir nach!“. Jesus nachfolgen bedeutet nicht zwangsläufig auf seinen gesamten Besitz zu verzichten. Aber der Besitz kann eben ein Hinderungsgrund dabei sein, Jesus mit ganzem Herzen nachzufolgen.

Nun ist es so, dass wohl kein Mensch auf dieser Welt keine Dinge hätte, denen er nicht auch eine gewisse Aufmerksamkeit schenken würde. Jeder hat so sein Hobby, seinen Zeitvertreib, seine Neigungen. Wer könnte schon von sich sagen, mit seinem Herzen stets zu 100% auf Gott ausgerichtet zu sein? Selbst der beste Christ ist dazu nicht in der Lage, viel zu schwach sind wir, viel zu viel Ablenkung gibt es in unserem Leben. Das ahnen auch die Umstehenden in der Geschichte mit dem reichen Jüngling. Zu allem Überdruss hatte Jesus auch noch den berühmten Satz gesprochen:

„Denn es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher in das Reich Gottes hineinkommt.“ (Lukas 18,25)
Betroffen, ja innerlich tief bewegt fragen die Umstehenden:„Wer kann dann überhaupt gerettet werden?“ (nach Matthäus 19,25)Darin steckt auch die Frage: „Ja, was ist denn dann mit uns?“
Und Jesus spricht die fulminanten Worte:
„Was bei Menschen unmöglich ist, ist möglich bei Gott.” (Lukas 18,27)
Die Jahreslosung 2009 hat daher eine ganz klare Botschaft: Gnade.
Kein Mensch könnte sich selbst zu Gott ziehen. Gott zieht die Seinen zu sich. Wir leben in der Endzeit. Für diese Zeit prägte Jesus einen ähnlichen Grundsatz:

„Und wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, würde kein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt.“ (Markus 13,20)

Hier geht es um das gleiche Prinzip. Gott ist der Handelnde. Es ist seine pure Gnade, wenn ein Mensch das ewige Leben erhält. Unmöglich heisst unmöglich. Menschen ist es unmöglich, das gilt für reiche, wie für arme Menschen. Aber was uns Menschen unmöglich ist, ist für Gott möglich. Die Jahreslosung 2009 ist wie ein Artikel im Grundgesetz Gottes. Er schenkt uns Hoffnung auf die unergründliche Gnade unseres Herrn.

Denn in dem reichen Jüngling stecken wir alle ein klein wenig. Auch uns fehlt einiges, um einfach so wie wir sind in Gottes Reich einzukehren. Allein die Gnade ist es, die uns den Weg zum ewigen Leben ebnet. Die Gnade die Gott denen schenkt, die eine Entscheidung für Jesus Christus getroffen haben.